Prof. Kaapke Projekte | Das Twittern der Tenöre
ls Apothekenökonom rät Prof. Dr. Kaapke den Apothekern, sich mit den Möglichkeiten sowie den Vor- und Nachteilen eines Einsatzes von Social Media Kanälen auseinanderzusetzen.
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Der Apothekenökonom: Das Twittern der Tenöre

Kaapke

07 Mai Der Apothekenökonom: Das Twittern der Tenöre

Als Apothekenökonom rät Prof. Dr. Kaapke den Apothekern, sich mit den Möglichkeiten sowie den Vor- und Nachteilen eines Einsatzes von Social Media Kanälen auseinanderzusetzen. Gerade in den jungen Alterskohorten spielt sich hier zunehmend die Kaufwirklichkeit ab. Kann man in dieser neuen Welt ohne Social Media, ohne Twitter, XING und Facebook bestehen? Natürlich, vielleicht muss man sagen natürlich, noch! Aber warum sollte es auch nicht eine Überlegung wert sein, über ein entsprechendes Angebot in Apotheken nachzudenken. Dabei muss keine High End Lösung angestrebt werden wie sie man sie von den großen Industrie- und Handelsunternehmen kennt. Vielmehr muss es darum gehen, Social Media Maßnahmen im Rahmen der eigenen Möglichkeiten inhaltlich perfekt und technisch auf Augenhöhe umzusetzen. Wie sieht es bspw. aus mit der Kommunikation von Gesundheitstipps über soziale Plattformen, bspw. Twitter? Damit können die Apotheken wunderbar ihre Kompetenz ausspielen und sich im Wettbewerb – auch gegenüber am Rand wildernden Betriebsformen aus dem Drogerie- oder Lebensmittelsegment abgrenzen.

Leichter fallen solche Aktivitäten sicherlich in einer Kooperation als als Einzelkämpfer. Dann erscheint der Aufwand für jeden einzelnen Apotheker aber zu bewerkstelligen: wollte bspw. eine Kooperation mit 50 Apotheken mit jeweils zwei Approbierten an jedem Werktag einen Gesundheitstipp twittern, müsste jeder der insgesamt 100 Approbierten ca. drei Tipps pro Jahr abgeben. Aufpassen muss man dann nur, dass Themen nicht mehrfach besetzt sind. 20 Nachrichten zum Thema Ginkgo schmälern den Nachrichtenwert, das kann zu Reaktanz führen.

Bei alldem muss klar sein: wer einmal mit Social-Media anfängt, kommt nicht ohne weiteres wieder raus und wer damit angefangen hat, muss bestimmte Qualitätsstandards bspw. im Hinblick auf den Neuigkeitswert der Gesundheitstipps erfüllen und halten. Von daher will gut überlegt sein, ob man diesem Leistungsdruck standhält. Auf der anderen Seite sind die Social Media-Kanäle die Medien der Zukunft, so dass auch mit Blick auf eine mittelfristige Zukunft der Apotheke eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Medien unabdingbar ist.